Made in China

Nein, hier geht es nicht um kleine Krabbeltiere
in einem fernen Land.
Es geht um die Menschen,
die unsere Hosen und Jacken nähen.

pixabay_needle-312738_640

Viele von ihnen leben in China
oder Bangladesch (sprich: Bang-la-däsch)
oder in anderen fernen Ländern.

Made in (sprich ungefähr: mäd in) ist Englisch.
Es bedeutet: gemacht in.
Wie es genau ausgesprochen wird,
können Sie sich hier anhören:  made in

Foto: © Ida A.

Auf den kleinen Schildern in der Kleidung stehen Informationen:
Zum Beispiel, wo die Kleidung gemacht wurde.
Steht da: Made in Bangladesch,
dann heißt das:
Menschen in Bangladesch haben die Hose oder die Jacke genäht.

 

Die Situation

Bangladesch ist ein kleines Land in Asien.
Gleich neben Indien.
Das Land ist arm.
Die meisten Menschen haben wenig Geld.
Die Löhne sind dort niedrig.

Deshalb lassen viele Mode-Firmen und Kaufhäuser ihre Kleidung dort nähen.

Diese Mode-Firmen und Kaufhäuser geben den armen Menschen Arbeit.
Das ist eigentlich gut.
So können die Menschen Geld verdienen,
eine Wohnung mieten, Essen und andere Sachen kaufen.
Das ist alles viel billiger als bei uns in Deutschland.
Deshalb ist es in Ordnung,
wenn die Löhne nicht so hoch sind wie bei uns.

Aber …

 

Das Problem

Viele, nicht alle (!), aber viele Mode-Firmen und Kaufhäuser
bezahlen zu wenig Geld für die Kleidung.
Deshalb bezahlen die Chefs von den Arbeitern auch zu wenig Geld.
Und die Arbeiter müssen oft sehr lange arbeiten:
Am Tag 10 oder 12 Stunden oder noch länger.

Die Menschen, die unsere Hosen und Jacken nähen,
können von ihrem Lohn nur sehr schlecht leben.
Und sie haben fast keine Zeit für ihre Kinder und Freunde.

Das Unglück

Am 24. April 2013, also vor 3 Jahren,
ist in Bangladesch ein Fabrik-Gebäude eingestürzt.
Es hieß Rana Plaza.
Sehr viele Menschen sind dabei gestorben.
Über Tausend.
Sie mussten weiterarbeiten,
obwohl das Gebäude schon Risse hatte und schwankte.

Seitdem ist das Rana Plaza ein Symbol:

  • für die ungerechte Verteilung in der Welt.

  • für die schlechten Arbeitsplätze in anderen Ländern in der Welt.

  • für unsere Mit-Verantwortung,

    denn wir kaufen die billige Kleidung.

 

 

Die Lösung

Es gibt keine schnelle Lösung.
Trotzdem können wir alle etwas tun,
um die Situation für die Menschen in Bangladesch zu verbessern.

Ein Anfang ist, das Unglück nicht zu vergessen,
sondern jedes Jahr am 24. April daran zu erinnern.
Das ist ganz einfach:
Ziehen Sie am Sonntag Hose und Jacke verkehrt herum an.

Am Sonntag ist Fashion Revolution Day
(sprich: Fäschen Rewoluschen Däi).
Das ist Englisch. Es meint:
Die Welt der Mode (Fashion) verändern (Revolution) wir an diesem Tag (Day).
Wer an diesem Tag seine Kleidung verkehrt herum anzieht,
der sagt damit:
Ich will, dass die Näher und Näherinnen genug verdienen.
Ich will, dass sie normal lange arbeiten.
Ich will, dass alle Mode-Firmen und Kaufhäuser darauf achten.

Advertisements