Glyphosat und das Vorsorgeprinzip

Glyphosat (sprich: Glüfosat) ist ein Gift.
Es tötet alle Pflanzen.

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In Deutschland benutzen einige Bauern Glyphosat auf ihren Feldern.
Sie tun es auf die Felder,
bevor sie ihre eigenen Pflanzen aussäen wollen.
Das Ziel ist:
Alle Pflanzen auf dem Feld sind tot.
Das Feld ist dann frei.
Es gibt kein Unkraut mehr.
Die Pflanzen, die der Bauer anbauen will,
können jetzt besser wachsen.
Sie haben Platz und Licht.

Foto: © Ida A.
Foto: © Ida A.

 

 

 

 

 

 

Das Problem:
Glyphosat ist ein Gift

Glyphosat ist vielleicht Krebs erregend.
Das heißt:
Vielleicht bekommt man Krebs,
wenn man Glyphosat isst oder trinkt.
Eventuell ist Glyphosat auch an anderen Krankheiten schuld.
Einige Wissenschaftler glauben nicht,
dass Glyphosat gefährlich ist.
Einige Wissenschaftler sind sich sicher.

Natürlich isst keiner das Gift freiwillig.
Aber es sind immer Reste auf den Pflanzen,
die wir essen.
Oder im Wasser,
das wir trinken.

 

Die Situation:
Die EU muss Glyphosat neu erlauben
oder es verbieten

 Die EU, also die Europäische Union, muss entscheiden,
ob die Bauern Glyphosat weiter benutzen dürfen.
Die Politiker müssen jetzt entscheiden,
weil die Zulassung für Glyphosat zu Ende ist.
Sie gilt nicht mehr.
In der Fachsprache sagt man:
Die Zulassung ist abgelaufen.

Die Entscheidung ist für die Politiker sehr schwer,
wenn die Wissenschaftler sich noch nicht einig sind.

Dieses Problem haben die Politiker immer wieder.
Deshalb gibt es in Europa das Vorsorgeprinzip.
Das heißt:
Nur wenn ganz sicher ist,
dass etwas nicht schlecht für den Menschen ist,
darf es verkauft werden.
Das Prinzip ist vorsorgen.
Sich um etwas sorgen,
bevor etwas Schlimmes passiert.
Also: vor-sorgen.

 

Das Vorsorgeprinzip ist Gesetz in Europa.

Bei Glyphosat sind sich die Wissenschaftler noch nicht einig.
Die Politiker können also nicht sicher sein,
dass Glyphosat ungefährlich ist.
Nach dem Vorsorgeprinzip dürfen sie die Zulassung nicht geben.

Viele Leute befürchten aber,
dass die meisten Politiker in der Europäischen Union
Glyphosat trotzdem weiter erlauben.

Die Gegner von Glyphosat sammeln deshalb Unterschriften.
Zum Beispiel die Organisation Foodwatch (sprich: Fudwotsch).
Foodwatch ist Englisch:
food = Essen oder Lebensmittel.
watch = beobachten.
Zusammen:
Das Essen beobachten.

Unter diesem Link kann man mitmachen.
Dort gibt es auch Informationen.

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